Stellungnahmen der NaturFreunde Düsseldorf

Februar 2019 NaturFreunde Düsseldorf rufen zum Ostermarsch 2019 auf
Januar 2019 NaturFreunde Düsseldorf unterstützen Demonstration "Kein Platz für rechte Schläger"
April 2017 NaturFreunde Düsseldorf gehören zu Gründungsmitgliedern der Initiative "Aufstehen gegen Rassismus in Düsseldorf"
Dezember 2016 NaturFreunde Düsseldorf und Sauerländischer Gebirgsverein Düsseldorf schließen Partnerschaftsabkommen
Juli 2016 NaturFreunde Düsseldorf rufen auf zur Demonstration gegen CETA und TTIP am 17.09.
April 2016 NaturFreunde Düsseldorf unterstützen Aufruf "Aufstehen gegen Rassismus"
März 2016 Stopp Tihange!
November 2015 Geflüchtete willkommen! Chancen nutzen – Farbe bekennen
Mai 2015 NaturFreunde Düsseldorf rufen zum "March against Monsanto" auf
  Ältere Stellungnahmen (bis 2014)
 

Stellungnahme vom Februar 2019

NaturFreunde Düsseldorf rufen zum Ostermarsch 2019 auf

In Zeiten, in denen immer mehr Nationen auf nationale Stärke statt internationaler Zusammenarbeit setzen und in denen nach der Kündigung des INF-Abkommens erstmals seit vielen Jahren wieder ein verstärktes nukleares Wettrüsten droht, ist es besonders wichtig, für Frieden und Abrüstung auf die Straße zu gehen.

Daher rufen die NaturFreunde Düsseldorf gemeinsam mit vielen anderen Verbänden, Initiativen und Einzelpersonen zur Teilnahme an den Ostermärschen 2019 auf und unterstützen den Aufruf der Friedensinitiativen:

Abrüsten statt aufrüsten – Verbot der Atomwaffen! Für ein Europa des Friedens!

Kurz vor den Europawahlen setzt die Friedensbewegung Akzente für Frieden und Abrüstung: Der Ostermarsch lädt alle Menschen an Rhein und Ruhr ein, vom 20. bis 22. April 2019 von Duisburg über Düsseldorf und Essen bis Dortmund für den Frieden zu demonstrieren.

Die Nato und die USA stellen den INF-Vertrag zum Verbot von atomaren Mittelstreckenraketen in Europa in Frage. Außerdem entwickeln die USA neue Atomwaffen, die von den Militärs als ‚effektiv-einsatzfähiger‘ eingestuft werden. Zwanzig dieser neuartigen Nuklearwaffen sollen nur etwa 130 km vom Ruhrgebiet entfernt in Büchel stationiert werden. Die Bundesregierung muss sich einer Kündigung des INF-Vertrages konsequent entgegenstellen!

80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges scheint damit ein großer Krieg in Europa wieder möglich zu werden. Ein erneutes atomares Wettrüsten erhöht die Gefahr einer Eskalation bis hin zum nuklearen Inferno.

Die UN hat 2017 mit den Stimmen von 122 Staaten einen Vertrag zum weltweiten Verbot von Atomwaffen beschlossen. 70 Staaten haben diesen Vertrag bisher unterzeichnet.

Wir fordern die Bundesregierung auf

Abrüsten statt aufrüsten – Verbot der Atomwaffen! Für ein Europa des Friedens! Für Entspannung und Abrüstung!

Millionen Tote, 65 Millionen Menschen auf der Flucht und der Zerfall einer ganzen Weltregion sind Ergebnis der Kriegspolitik, an der die Nato und Deutschland maßgeblich beteiligt sind. Der Einsatz von Drohnen, Bombardements bewohnter Gebiete, vor allem in den Ölregionen, traumatisieren die überlebenden Menschen.

Die Waffenlieferungen der deutschen und europäischen Rüstungskonzerne wie Rheinmetall, ThyssenKrupp, Krauss-Maffei Wegmann u. a. befördern den Terror von Warlords, Bandenkriegern und von autoritären Regimen weltweit. Die Weigerung der Industrieländer, wirksamen Klimaschutz zu betreiben, heizt das Welt-Klima weiter auf, sodass die katastrophalen Lebensbedingungen viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat treiben.

Der Militärhaushalt Deutschlands steigt 2019 auf skandalöse 43,2 Mrd. Euro, mehr als die Etats für Bildung und Gesundheit zusammen. Bis 2024 sind 80 Mrd. Euro geplant.. Mit diesem Geld soll die Bundeswehr auf 203.000 Mann aufgestockt werden. Neue Waffensysteme wie todbringende Drohnen sollen gekauft werden. Die dafür verplanten Gelder fehlen im zivilen Bereich, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.

In Europa bedroht die Konfrontation zwischen Nato und Russland den Frieden. Die Unterstützung für die Nato-Osterweiterung verstößt gegen den Geist des Vertrages zur deutschen Einheit, der eine europäische Friedensordnung vorschreibt. Dieses Jahr trägt Deutschland die Verantwortung für die Schnelle Eingreiftruppe der NATO, die gegen Russland gerichtet ist.

Ausgerechnet rund um die Feiern zum 100. Jahrestag des Kriegsendes von 1918 forderten Macron und Merkel eine EU-Armee. Diese und PESCO, die so genannte „Ständige strukturierte Zusammenarbeit“ sind kein Beitrag zu einer europäischen Friedensordnung, sondern machen die EU zu einem Militärbündnis. Wir sagen Nein zu PESCO und EU-Armee!

Nato und Bundeswehr dienen - entgegen den Vorgaben unseres Grundgesetzes - Wirtschafts- und Machtinteressen auf Kosten der sozialen und ökologischen Interessen der Menschen! Die NATO, die im April 70 Jahre besteht, setzt immer weiter auf Konfrontation. Dabei ist sie auch für zahlreiche Völkerrechtsbrüche der letzten Jahre verantwortlich.

Militär löst keine Probleme. Schluss damit! Eine andere Politik muss her. Damit wollen wir anfangen: Militärische Aufrüstung stoppen, Spannungen abbauen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen, Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit schaffen, Entspannungspolitik auch mit Russland, verhandeln und abrüsten. Wir unterstützen den Aufruf „Abrüsten statt Aufrüsten“, den bereits weit über 130.000 Menschen unterzeichnet haben!

Rechte Demagogen zurückdrängen!

Die AfD ist eine rechtsextreme, rassistische Partei im Bundestag, deren Sprecher die Taten deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen verherrlichen. Sie fordert die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr „mit höchster Intensität“ und tritt für die Militarisierung der Bildung ein, u.a. durch Wegfall der Zivilklausel an Hochschulen. Rechte Ideologien fördern Feindbilder, Konfrontation und Krieg, im Inneren schüren sie Hass und Gewalt. Den menschenfeindlichen Umtrieben von AfD, der NPD und der „RECHTEN“, von Identitären und Reichsbürgern stellen wir uns entgegen!

80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs: Aktiv werden für Frieden!

Am 1. September dieses Jahres jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Doch die Bundesregierung hat offenbar aus der Vergangenheit nichts gelernt. Sie beteiligt sich aktiv an einer neuen Konfrontation gegen Russland. Wir nehmen die Erinnerung an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs als Mahnung: Wir rufen auf, über Ostern gemeinsam gegen Aufrüstung und Kriegspolitik, für Abrüstung, Entspannung, eine europäische Friedensordnung und zivile Konfliktlösungen zu demonstrieren!

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Stellungnahme vom Januar 2019

NaturFreunde Düsseldorf unterstützen Demonstration "Kein Platz für rechte Schläger"

Angesichts der immer weiter zunehmenden rechten Gewalt auch in Düsseldorf unterstützen die NaturFreunde Düsseldorf gemeinsam mit vielen anderen Organisationen den folgenden Aufruf zur Demonstration am 9. Februar:

Kein Platz für rechte Schläger in Düsseldorf-Eller und überall

Die extreme Rechte in Düsseldorf ist aktiver geworden, organisiert sich neu und tritt zunehmend offen und auch gewalttätig auf. Seit Mitte 2018 versucht die sogenannte „Bruderschaft Deutschland“, sich über Düsseldorf-Garath hinaus auch in Eller breit zu machen. In unregelmäßigen Abständen laufen bis zu 40 Mitglieder und Anhänger dieser Gruppe im Pulk durch den Stadtteil. Die „Bruderschaft“ versteht sich als eine Art selbst ernannte völkische Bürgerwehr, die mit ihren „Patrouillen“ angeblich für „Ruhe und Ordnung“ sorgen will. Tatsächlich ist sie aber ein gewalttätiger Zusammenschluss aus rechten Hooligans, altbekannten Neonazis und Stammtischhetzern.

Das zeigte sich erst vor kurzem wieder: Für den 17. November 2018 hatten die sogenannten „Patrioten NRW“ zu einer Demonstration am Landtag aufgerufen. Die allermeisten Teilnehmenden kamen wie erwartet aus dem extrem rechten Spektrum, darunter auch viele aus Düsseldorf. Schon kurz nach Beginn des Demonstrationszuges durchbrachen rechte Hooligans teilweise bewaffnet die Kette der Polizei und griffen Menschen an, die am Straßenrand mit Plakaten und Rufen gegen den rechten Aufmarsch protestierten. Ein aus den Reihen der Rechten auf die Protestierenden geworfenes Messer verfehlte nur knapp sein Ziel. Mehrere Menschen wurden bei dem Angriff der Schläger verletzt. Bei einem der Angreifer handelt es sich um den federführenden Kopf der „Bruderschaft Deutschland“: Ralf Nieland aus Eller griff eine Person von hinten an und schlug ihr mehrfach auf den Kopf, so dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste. Mindestens ein weiterer Täter, der einen anderen Gegendemonstranten zu Boden schlug, kommt ebenfalls aus den Reihen der „Bruderschaft“.

Mit Angriffen wie diesen, aber auch mit ihren „Patrouillen“ in Eller, versucht die „Bruderschaft Deutschland“ Menschen einzuschüchtern, die sich gegen extrem rechte Umtriebe wehren oder die nicht in ihr völkisches Weltbild passen. Wie ähnliche Gruppen in anderen Städten in NRW auch, geht sie dabei äußerst brutal vor. Zugleich beteiligt sie sich an der übelsten Hetze gegen Geflüchtete und versucht mit ihren Parolen und mit ihrem Auftreten im Stadtteil Angsträume zu schaffen.

Ein immer größer werdender Teil dieser selbsternannten „Abendland-Retter“ hat inzwischen mit der rassistisch-nationalistischen AfD ein politisches Sprachrohr in den Parlamenten gefunden. In Stammtisch-Runden oder alltäglichen Situationen spiegeln sich ähnliche Haltungen wider – in der Nachbarschaft oder auf der Straße. Auch in Düsseldorf. Die Gewalt, die von der „Bruderschaft Deutschland“ ausgeht, ist Teil und brutaler Ausdruck dieser Haltungen, die nicht unwidersprochen bleiben können.

Die Situation, wie wir sie jetzt erleben, hat ihre Vorzeichen gehabt. Schon seit 2015 ist zu beobachten, dass sich die extreme Rechte in Düsseldorf wieder stärker organisiert. Sie ist deutlich aktiver geworden, auch außerhalb von Düsseldorf ist sie regelmäßig auf rechten Demonstrationen und Kundgebungen anzutreffen. Zugleich hat rechte und rassistische Gewalt in Düsseldorf zugenommen.

Sorgen wir gemeinsam dafür, dass sich Neonazis, Hools und Rassist_innen zurückziehen, und schützen wir diejenigen, die von ihnen bedroht werden. Dafür wollen wir – für Eller, aber auch insgesamt – am 9. Februar 2019 ein deutliches Zeichen setzen und mit vielen Menschen auf die Straße gehen. Wir werden den Rechten keinen einzigen Stadtteil, keine einzige Kneipe und auch sonst keinen öffentlichen Raum überlassen!

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Stellungnahme vom April 2017

NaturFreunde Düsseldorf gehören zu Gründungsmitgliedern der Initiative "Aufstehen gegen Rassismus! - Düsseldorf"

In Düsseldorf ist kein Platz für Rassismus - deshalb hat sich nun auch in Düsseldorf eine Initiative "Aufstehen gegen Rassismus" gegründet. Mit bei den Gründungsmitgliedern am 10. April waren die NaturFreunde Düsseldorf, neben ver.di, IG Metall, GEW, attac und Privatpersonen.

"Aufstehen gegen Rassismus" ist ein bundesweites Bündnis aus verschiedenen Organisationen, Parteien und Verbänden. Sie alle eint, dass sie nicht hinnehmen wollen, dass die AfD in immer mehr Landtage und in den Bundestag einzieht. Sie wollen mit dieser bundesweiten Initiative erreichen, dass die Landtagswahlen zu einem Weckruf für eine Gegenbewegung gegen die drohende Rechtsentwicklung werden. Ziel ist es, eine breite Gegenbewegung in der Gesellschaft anzustoßen.

Die erste geplante Aktion, zu der die Düsseldorfer Initiative aufruft, ist der Protest gegen den AfD-Bundesparteitag am 22. und 23. April in Köln. Folgende Aktivitäten sind geplant:

11.00 Uhr Kundgebung auf dem Heumarkt, ersatzweise am Malzbüchel
13.00 Uhr Demonstrationszug durch Köln
15.00 Uhr Abschluss

Zu einer gemeinsamen Fahrt von Düsseldorf zur Kundgebung und zum Demonstrationszug treffen wir uns am Düsseldorfer Hauptbahnhof, Gleis 16. Abfahrt: ist um 08.58 Uhr mit dem Regionalexpress RE 10533, Ankunft in Köln ist um 09.29 Uhr.

Die nächste Aktion steht auch schon an: am 28. April 2017 um 15.00 Uhr will die AfD auf dem Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf eine Kundgebung abhalten. Die Stadtgesellschaft protestiert dagegen gemeinsamen ab 14.00 Uhr auf dem Apollo-Platz. Getragen werden die Gegenproteste vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), ,,Düsseldorf stellt sich quer‘‘ (DSSQ), ,,Düsseldorf ist bunt‘‘, ,,Aufstehen gegen Rassismus, Initiative Düsseldorf‘‘ und dem ,,Düsseldorfer Appell‘‘.

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Stellungnahme vom Dezember 2016

NaturFreunde Düsseldorf und Sauerländischer Gebirgsverein Düsseldorf schließen Partnerschaftsabkommen

Die NaturFreunde Düsseldorf und der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) Düsseldorf haben eine Partnerschaft vereinbart: Mitglieder beider Vereine können wechselseitig an den Aktivitäten des jeweils anderen Vereins teilnehmen. NaturFreunde können also wie SGV-Mitglieder an den Wanderungen des SGV teilnehmen und umgekehrt.

"Unsere Angebote ergänzen sich prima" hoben die beiden Vorsitzenden Wolfgang Hilberath (SGV) und Matthias Möller (NF) hervor. "Gemeinsam können wir Wanderinteressierten ein noch größeres und vielfältigeres Angebot machen - für jede und jeden ist mit Sicherheit etwas Passendes dabei." ergänzt Matthias Möller noch.

Ein Grund mehr also, Mitglied bei den NaturFreunden Düsseldorf oder beim SGV Düsseldorf zu werden.

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Stellungnahme vom Juli 2016

NaturFreunde Düsseldorf rufen auf zur Demonstration gegen CETA und TTIP am 17. September

Die NaturFreunde Düsseldorf rufen zur Demonstration gegen CETA und TTIP am 17. September in Köln (und 6 anderen Städten) auf.

Sie unterstützen den Aufruf des gemeinsamen Bündnisses vieler verschiedenster Organisationen - darunter natürlich auch die NaturFreunde -, gemeinsam gegen diese geplanten Abkommen auf die Straße zu gehen:

Für einen gerechten Welthandel: CETA & TTIP stoppen! – Jetzt wird entschieden!

CETA und TTIP, die Abkommen der EU mit Kanada und den USA, drohen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben. Im Herbst geht diese Auseinandersetzung in die heiße Phase: EU und USA drücken aufs Tempo und wollen TTIP bis zum Jahresende fertig verhandeln.

CETA ist bereits fertig verhandelt. EU-Kommission und Bundesregierung wollen, dass das Abkommen beim EU-Kanada-Gipfel im Oktober offiziell unterzeichnet wird. Zuvor müssen sowohl der EU-Ministerrat als auch die Bundesregierung entscheiden, ob sie CETA stoppen. CETA dient als Blaupause für TTIP. Schon mit CETA könnten Großunternehmen über kanadische Tochtergesellschaften EU-Mitgliedsstaaten auf Schadensersatz verklagen, wenn neue Gesetze ihre Profite schmälern.

Kurz vor diesen Entscheidungen tragen wir unseren Protest gegen CETA und TTIP auf die Straße! Getragen von einem breiten Bündnis demonstrieren wir mit weit über hunderttausend Menschen am Samstag, den 17. September in sieben Städten – in Berlin,Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Damit fordern wir auch die Landesregierungen auf, im Bundesrat CETA und TTIP nicht zuzustimmen.

Wir sind Teil einer transnationalen Bewegung: Auf beiden Seiten des Atlantiks streiten wir zusammen mit unseren Freund/innen und Partner/innen in Kanada und USA gegen Abkommen, die vor allem mächtigen wirtschaftlichen Interessengruppen dienen und somit das Ungleichgewicht zwischen Gemeinwohl- und Wirtschaftsinteressen festschreiben.

Hier wie dort treten wir für eine Handels- und Investitionspolitik ein, die auf hohen ökologischen und sozialen Standards beruht und nachhaltige Entwicklung in allen Ländern fördert. Sie muss insbesondere

Wir brauchen soziale und ökologische Leitplanken für die Globalisierung. Doch CETA und TTIP gehen in die falsche Richtung: Der „Wert“ des Freihandels wird über die Werte ökologischer und sozialer Regeln gestellt. Sonderklagerechte für Investoren gefährden demokratische Handlungsfreiheiten.

Beide Abkommen und das Dienstleistungsabkommen TiSA setzen öffentliche und gemeinnützige Dienstleistungen und Daseinsvorsorge, kulturelle Vielfalt und Bildungsangebote unter Druck. Sie ziehen die falschen Lehren aus der Finanzkrise, stärken transnationale Konzerne und schwächen kleine und mittelständische Unternehmen, auch in der Landwirtschaft. CETA und TTIP grenzen die Länder des globalen Südens aus, statt zur Lösung globaler Probleme wie Hunger, Klimawandel und Verteilungsungerechtigkeit beizutragen.

Wir treten daher für internationale Abkommen ein,

Gehen wir gemeinsam für diese Ziele auf die Straße - am 17. September ab 12.00 Uhr an der Deutzer Werft (nähe Bahnhof Köln-Deutz am Rheinufer) in Köln. Naturfreundinnen und Naturfreunde treffen sich um 11.00 Uhr in Deutz am KölnTriangle, Ottoplatz 1, um gemeinsam zu demonstrieren.

Fahrtmöglichkeiten nach Köln bestehen entweder mit der Bahn oder mit Bussen. Die NaturFreunde Düsseldorf treffen sich um 9.30 Uhr im Eingangsbereich des Hauptbahnhofs Düsseldorf (vor der großen Anzeigetafel) und fahren gemeinsam mit dem RE 5 um 9.58 Uhr nach Köln-Deutz. Mit 5-er-Tagestickets für den VRS ist dies definitiv die günstigste Anreise zur Demo.

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Stellungnahme vom April 2016

NaturFreunde Düsseldorf unterstützen Aufruf "Aufstehen gegen Rassismus"

Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und Personen unterstützen die NaturFreunde Düsseldorf den Aufruf "Aufstehen gegen Rassismus" und fordern alle Demokratinnen und Demokraten auf, ebenfalls diesen Aufruf zu unterzeichnen:

Aufstehen gegen Rassismus

Fast täglich greifen Rassisten und Rassistinnen Flüchtlingsheime an, islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Erschreckend viele Menschen nehmen an fremdenfeindlichen und rassistischen Demonstrationen teil. Pegida hetzt gegen Geflüchtete und Muslime und Musliminnen.

Währenddessen wird die „Alternative für Deutschland“ (AfD) zunehmend zum Sammelbecken für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. An vielen Orten ist die AfD Zentrum der extremen Rechten geworden. Abgeordnete der AfD verbreiten Nazi-Parolen und hetzen gegen Andersdenkende.

Die AfD ist zu einer ernsthaften Gefahr geworden, für all jene, die nicht in ihr rechtes Weltbild passen.

Deine Stimme gegen rechte Hetze

Wir wollen dem ein Ende machen. Wir greifen ein, wenn Rassistinnen und Rassisten Menschen in unserer Mitte attackieren. Menschenverachtender Stimmungsmache gegen Geflüchtete, Musliminnen und Muslime, Roma und Romnija, Sinti und Sintiza, Jüdinnen und Juden treten wir entgegen.

Wir wehren uns gegen Mordanschläge und Pogrome gegen Geflüchtete. Mit Aufforderungen wie zum Schusswaffengebrauch gegen Geflüchtete an der Grenze wird die AfD zum Stichwortgeber für solche Übergriffe.

Wir sind viele. Wir heißen Geflüchtete willkommen. Wir stehen auf gegen den Rassismus von Pegida, AfD, NPD & Co. Wir erheben unsere Stimmen, um in die gesellschaftlichen Debatten einzugreifen, gegen rechten Populismus.

Wir wenden uns gegen Obergrenzen und Grenzschließungen, die Wasser auf den Mühlen der Rassistinnen und Rassisten wären. Wir stehen für eine offene und gerechte Gesellschaft. Wir lassen nicht zu, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen Solidarität, Zusammenhalt und ein besseres Leben für alle!

Unsere Alternative ist Solidarität

Wir werden weiterhin Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen. Asyl ist Menschenrecht.

Wir wollen verhindern, dass Rassistinnen und Rassisten Raum für ihre Hetze bekommen.

Wir werden uns stark machen für gleiche politische und soziale Rechte für alle Menschen.

Wir werden uns der AfD überall entgegenstellen, ob auf der Straße oder in den Parlamenten.

Überall wo die Rassistinnen und Rassisten von AfD und Co. demonstrieren, sprechen oder auf Stimmenfang gehen, werden wir präsent sein und klar und deutlich sagen: Wir stehen auf gegen Rassismus! Keine Stimme für rechte Hetze!

Dem Verbreiten von Hass setzen wir eine bundesweite antirassistische Aufklärungskampagne entgegen: im Stadtteil, in der Schule, an der Uni, im Betrieb, im Theater, im Konzertsaal – überall!

Wir setzen auf die Aktivität von Vielen. Gemeinsam werden wir klarstellen: Rassismus ist keine Alternative!

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Stellungnahme vom März 2016

Stopp Tihange!

Das Atomkraftwerk Tihange, Bild: Michielverbeek, WikimediaAm 11. März sind fünf Jahre seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima vergangen. Fukushima hat uns gezeigt, dass - ganz abgesehen von der Problematik Entsorgung - Kernkraftwerke niemals sicher sein können. Auch wenn Deutschland aus der Kernenergie aussteigen will, bedrohen uns Atomkraftwerke weiterhin mitten in Europa.

Das Atomkraftwerk Tihange in Belgien, ca. 60km von der Region Aachen entfernt, mit seinen drei Blöcken ist überaltert, zum Teil marode, mit zahlreichen Störfällen und Abschaltungen und bedeutet eine Gefahr für die gesamte Umgebung.

Nach Meinung der NaturFreunde handelt es sich bei diesem "Pannenreaktor" um eine "tickende Zeitbombe" vor der Haustür.

Die NaturFreunde

Wir wollen in einer "naturfreundlichen Welt" ohne die Risiken von Atomkraftwerken leben!

(Beschluss des geschäftsführenden Landesvorstands der NaturFreunde NRW am 02.03.2016)

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Stellungnahme vom November 2015

Geflüchtete willkommen! Chancen nutzen - Farbe bekennen

Geflüchtete willkommen heißen - Fluchtursachen bekämpfen

Jeder Geflüchtete - egal ob er seine Heimat wegen Krieg, wirtschaftlichen oder umweltpolitischen Gründen verlässt - ist zunächst einmal Mensch. Dies sollte gerade in der derzeit geführten Debatte herausgestellt werden. Diese Menschen kommen nicht ohne Grund zu uns.

Wer Waffen verkauft und hieraus "Gewinn" erzielt, muss damit rechnen, dass diejenigen, auf die die Waffen gerichtet sind, zu uns kommen.

Wer Handelsverträge entwirft und abschließt, um andere nicht nur auszubeuten, sondern ihnen auch die wirtschaftliche Grundlage eines angemessenen Lebensstils entzieht, darf sich nicht wundern, wenn die Ausgebeuteten zu uns kommen oder neue - auch illegale und menschenrechtswidrige - Tätigkeiten aufnehmen.

Wer klimaschädliche Wirtschaftspolitik betreibt und so die natürliche Lebensgrundlage anderer zerstört, zerstört deren Heimat und muss diesen Menschen ein neues Zuhause geben.

Die Geflüchteten kommen also nicht überraschend. Wer etwas anderes sagt, versteht die Zusammenhänge nicht oder lügt bewusst. In einem Teil der Gesellschaft hat sich eine gefährliche explosive Stimmung entwickelt. Wir NaturFreunde werden nationalistischen und rassistischen Äußerungen entgegentreten. Wir machen deutlich, dass sich die NaturFreunde als Teil der antirassistischen und antifaschistischen Bewegung in unserem Land verstehen. NaturFreunde begrüßen die hunderttausendfache Hilfe durch Freiwillige, die dazu beitragen, Geflüchteten Hilfe bei ihrer Ankunft in Deutschland zu geben.

Die vielen zehntausend Ehrenamtlichen helfen mit, dass die fehlende Infrastruktur der öffentlichen Hand zum Teil ausgeglichen werden kann und die nicht akzeptablen Verhältnisse in vielen provisorischen Unterkünften zumindest verbessert werden können. Dafür danken die NaturFreunde den vielen Engagierten.

NaturFreunde leisten Hilfe und leben Interkulturalität

Die NaturFreunde begrüßen das große Engagement vieler Ortsgruppen und Einzelmitglieder in der Arbeit für und mit Geflüchteten. NaturFreunde engagieren sich in lokalen Geflüchteteninitiativen, haben ihre Häuser für Geflüchtete geöffnet, organisieren direkte Hilfe und machen Angebote für die Integration von Geflüchteten in die Arbeit der NaturFreunde. Der Bundesausschuss der NaturFreunde bedankt sich bei den engagierten Ortsgruppen und NaturFreunde-Mitgliedern für diese wichtige Arbeit und bittet alle Ortsgruppen zu prüfen, ob sie mit ähnlichen Aktionen mithelfen können, die Chancen und Möglichkeiten der neuen BürgerInnen in Deutschland zu erhöhen und ihnen über die Mitarbeit bei den NaturFreunden einen Einstieg in die Integration in das neue Umfeld zu ermöglichen.

Wir NaturFreunde sind gegen die "Festung" Europa

Wir stehen als internationale Organisation, mit einer 120-jährigen Geschichte für ein offenes, für ein tolerantes Europa, in dem es in Einklang mit unseren Werten steht zu helfen. Die Abschottung der europäischen Außengrenzen zwingt Flüchtende zu gefährlichen Routen über den West-Balkan und das Mittelmeer. Mit der aktuellen Politik der Europäischen Union wird der häufig fatale Menschenschmuggel noch lukrativer. Schutzsuchende müssen die EU auf legalem und sicherem Wege erreichen können.

Wir NaturFreunde fordern:

Der Valletta-Gipfel: falsche Antworten für Menschen in Not

Die Regierungen der Europäischen Union geben die falschen Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Nicht die Bekämpfung von Flüchtenden darf im Mittelpunkt der Politik stehen, sondern die Hilfe für Menschen in Not. Die Ergebnisse des "Valletta-Gipfels" setzen vor allem auf Abschreckung, Abschiebung und Druck auf die Staaten Afrikas.

Wir NaturFreunde fordern:

Beschluss des Bundesausschusses der NaturFreunde Deutschlands vom 14.11.2015

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Stellungnahme vom Mai 2015

NaturFreunde Düsseldorf rufen zum "March against Monsanto" auf

Am 23. Mai 2015 gehen wieder Millionen Menschen beim "MARCH AGAINST MONSANTO!" in 400 Städten weltweit auf die Straßen – zum Protest gegen den Gentechnik- Giganten Monsanto und alle weiteren Giftmischer. In Düsseldorf befindet sich Monsantos deutsche Firmenzentrale und die Nähe zum Agrochemie-Riesen Bayer veranlasst auch hier viele Menschen wieder, mit einer großen, bunten Demonstration durch die Straßen Düsseldorfs zu ziehen.

Wir haben es satt, unwissentlich und unwillentlich als Lebendversuche für Wirtschaft und Wissenschaft missbraucht zu werden und wehren uns gegen die Desinformationspolitik der Konzerne und deren Angriffe auf unsere Bürgerrechte. Denn das Geschachere um die unterschiedlichsten weltweiten "Freihandels"abkommen wie TTIP, TISA, CETA, TPP ist immer noch in vollem Gange und das zeigen die täglichen Enthüllungen deutlich.

Von Anfang an stand Monsanto symbolisch für alle anderen Großkonzerne und sämtliche Tendenzen, die uns allen unsere Lebensgrundlagen entziehen wollen. Der “March Against Monsanto” ist für uns hier in Europa ebenso ein “March Against Bayer”, ein March Against Syngenta”, ein “March Against TTIP” usw.

Aber es ist vor allen Dingen ein Marsch für die bedrohte Saatgut- und Arten- Vielfalt, für Ernährungssouveränität und freies Saatgut, für kleinbäuerliche Landwirtschaft ohne Gentechnik und Gifte, für Lebensmittel, die diesen Namen auch verdienen, kurz: für einen gesunden Umgang mit unserer Welt.

Protest allein reicht allerdings nicht aus. Wer Souveränität und Wandel will, muss bereit sein tatkräftig anzupacken und wieder von Mensch zu Mensch zu handeln. Viele haben schon damit begonnen. Einige von ihnen stellen sich und ihre Ideen auf dem "Markt Aller Möglichkeiten" am Graf-Adolf-Platz vor und regen zum Mitmachen an. Mit einem bunten Demozug durch die Stadt und einer großen Vielfalt an Infoständen, Workshops, Rede- und Diskussionsmöglichkeiten, gutem Essen und heißen Rhythmen wollen wir Menschen für das Thema sensibilisieren, und auffordern genau hinzusehen, Behauptungen zu hinterfragen, Zusammenhänge zu entdecken. Es gibt Grund zur Sorge und gerade deswegen ist es wichtig, Mut zu machen.

Die NaturFreunde Düsseldorf sind Teil eines großen Bündnisses, das zu den Aktionen am Samstag, 23.05. aufruft:

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