Einige gelungene Veranstaltungen der letzten Zeit

Auf dieser Seite wollen wir Berichte und Fotos von Veranstaltungen veröffentlichen, die wir besonders gelungen finden - als Erinnerung, für diejenigen, die dabei waren und als Anregung für andere.

NaturFreunde-LiteraturCafé: Florence Hervé liest aus "Wasserfrauen" am 12.11.2017
Tag der Offenen Tür am Naturfreundehaus am 03.09.2017
Eine Reise um die Welt in Liedern und Gedichten am 30.04.2017
Wanderung zur Friedenskapelle Vosshagen am 26.03.2017
Junge Familien: Boote bauen am 12.03.2017
"Politik zu Fuß" mit Andreas Rimkus am 05.03.2017
Weitere Veranstaltungsberichte
 

"Politik zu Fuß" mit Andreas Rimkus am 05.03.2017

Der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus (SPD) war diesmal zu Gast in unserer Reihe "Politik zu Fuß". Das Thema, das die etwa gekommenen 20 Naturfreunde und Gäste mit ihm diskutieren wollten, war "Mobilität der Zukunft". Ein Thema im Spannungsfeld zwischen dem immer weiter steigenden Bedürfnis nach Mobilität auf der einen Seite und der Frage auf der anderen Seite, wie man diese Mobilität im urbanen und auch im ländlichen Raum organisieren kann, ohne dass die Belastung von Mensch und Umwelt noch weiter zunimmt - so leitete Andreas Rimkus die Diskussion ein. Denn mehr Verkehrswege bedeuten in der Regel auch mehr Verkehr, und damit eine steigende Belastung mit Lärm und Abgasen.

Wichtiger Bestandteil, um Mobilität besser zu organisieren, ist eine intelligente Vernetzung der Verkehrsmittel im städtischen Bereich: es muss künftig möglich sein, mit einem Ticket (dies wird wohl am ehesten über Smartphones umzusetzen sein) sowohl Bus und Bahn als auch Car-Sharing-Autos, Leihfahrräder oder Taxis zu nutzen und so möglichst viele Menschen zum Verzicht auf ein eigenes Auto oder zumindest auf die Autonutzung in der Innenstadt zu bewegen.

Darüber hinaus - und damit ging Andreas Rimkus auf die aktuelle Debatte um Stickoxide ein - muss die Stickoxidbelastung möglichst effizient gesenkt werden, indem zuerst die Fahrzeuge auf Elektro- oder Wasserstoffantrieb umgestellt werden müssen, die viele Fahrten in den Innenstädten unternehmen: Busse, Lieferfahrzeuge, Müllwägen, Taxis... Auf einige dieser Fahrzeuge hat die Politik sogar direkten Einfluss, sie muss "nur" die Gelder für die notwendigen Investitionen bereitstellen. Ein Fahrverbot für alle Diesel ohne Euro-6-Norm in den Innenstädten hingegen wäre nur eine allerletzte Möglichkeit und politisch auch kaum durchsetzbar, trifft dies doch viele Bürger in den Städten, die im Hinblick auf geringen Kraftstoffverbrauch (und steuerliche Förderung) ein Dieselfahrzeug gekauft haben und es dannn nicht mehr einsetzen könnten.

Letztlich werden aber auch Hersteller und Käufer von Privatfahrzeugen in Zukunft vom Diesel- oder Benzinantrieb loskommen müssen und auf emissionsarme Antriebe setzen. Natürlich ist dabei unumgänglich, dass die hierfür verwendete Energie aus regenerativen Energiequellen wie Sonne oder Wind stammt. Auch die Entwicklung besserer Speichertechniken und ein ausreichendes Netz von "Auftankmöglichkeiten" sind Aufgaben, die sich in diesem Zusammenhang stellen.

Eine rege Diskussion schloss sich an die vorgetragenen Punkte an, einig waren wir uns dabei, dass die Transformation der Mobilität sozial gerecht vonstatten gehen muss und im Sinne der Nachhaltigkeitsdefinition eben ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen beachtet werden müssen. Und dass dies nicht alleine eine Aufgabe der Politik sein kann, sondern dass auch Bürgerinnen und Bürger durch ihr Verbraucherverhalten und ihr gesellschaftliches Engagement zu einer menschen- und umweltgerechten Mobilität beitragen müssen.

Die anschließende gemeinsame Wanderung fiel dann allerdings etwas kurz aus, denn just als wir losgehen wollten, fing es an zu regnen. Und so kamen wir nach einer kurzen Runde überein, lieber umzukehren und die weitere Diskussion bei Kaffee und frischen Waffeln im Naturfreundehaus zu führen.

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Junge Familien: Boote bauen am 12.03.2017

Fünf Familien mit ihren Kindern kamen an diesem herrlichen Sonntagnachmittag zum Naturfreundehaus, um gemeinsam Boote mit Kerzenantrieb zu basteln. Und weil das Wetter so schön war, haben wir Biertischgarnituren und eine Werkbank auf die Wiese vor dem Haus getragen und das Basteln kurzerhand ins Freie verlegt.

Ella hat die Bastelanleitung aufgetan, das Material besorgt und auch schon mal ein Boot gebastelt und getestet. So konnten alle Kinder und ihre Eltern schon mal sehen, wie das fertige Boot nachher aussehen muss: eine Bootsform wird aus Sperrholz ausgesägt, nach dieser Schablone wird Styropor zurecht geschnitten und mit dem Holz zusammen geklebt. Links und rechts von dem Platz, wo das Teelicht hinkommt, galt es dann je ein Loch zu bohren. Dort kommt das gewickelte Kupferrohr durch, und während die Eltern das Kupferrohr bogen haben die Kinder ihre Boote mit Farbe und Holzresten schön gestaltet. Nun wurde noch das Rohr durch das Boot gesteckt und die Enden nach hinten gebogen sowie das Teelicht draufgestellt.

Um das Boot dann fahren zu lassen, hat Ella mit einer Spritze Wasser in das Rohr gefüllt, das Boot in ein Planschbecken gegeben und die Kerze angezündet. Durch die Wärme dehnt sich dann das Wasser aus, entweicht nach hinten durch die Rohrenden und treibt so das Boot nach vorne. Zumindest in der Theorie - der doch noch kühle Wind ließ das mit dem Antrieb leider nur bei einzelnen Booten klappen. Aber ohne Wind daheim in der Badewanne funktioniert es dann ganz bestimmt...

   
             
     

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Wanderung zur Friedenskapelle Vosshagen am 26.03.2017

Bei strahlendem Frühlingswetter führte unsere gemeinsame Wanderung mit dem Sauerländischen Gebirgsverein Düsseldorf von der Panzertalsperre in Lennep zur Friedenskapelle Vosshagen und dem dabei befindlichen Ehrenfriedhof.

Wir hatten das Privileg, den Initiator und Erbauer der Gedenk- und Friedenskapelle Vosshagen, den Bildhauer und Künstler Bernhard Guski zu treffen . Bei unserer Ankunft läutete schon die Glocke der Kapelle und Bernhard Guski nahm sich die Zeit, um uns zu erzählen wie alles begann. Anschließend durften wir in seinem nahen Haus seine Galerie besuchen.

Es war ein toller Tag, viel Sonnenschein, Kultur, Politik, Natur, alles war vertreten für die zwanzigköpfige Wandergruppe von NaturFreunden und SGV.

   

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Eine Reise um die Welt in Liedern und Gedichten am 30.04.2017

Zu einer musikalisch-literarischen Reise um die Welt mit Klaus Grabenhorst luden die NaturFreunde an diesem Vortag des 1. Mai ein, und fast 90 "Mitreisende" fanden den Weg ins Naturfreundehaus. Denn es war eine besondere Veranstaltung, die da geboten wurde: Klaus Grabenhorst feierte an diesem Nachmittag sein 40. Bühnenjubiläum. Und so war es gleichzeitig auch eine Reise durch Klaus Grabenhorsts Leben und Wirken, und viele Musiker, mit denen Klaus Grabenhorst in seinen verschiedenen Programmen aufgetreten ist, ließen es sich nicht nehmen, auch auf der Bühne vorbeizuschauen und gemeinsam mit ihm zu musizieren. Jens Barabasch begleitete auf seinen Flöten fast den gesamten Nachmittag, zu einzelnen Stücken kamen dann Professor Bottleneck auf der Gitarre, Smeety auf der Mundharmonika und Jochen Nerhausen mit der Saz. Slavka begeisterte das Publikum mit dem lebhaft vorgetragenen russischen Lied vom wilden Eber.

Los ging die Reise in Europa, mit dem irischen Lied "The Town I loved so well", einem englischen Gedicht "Niemand ist eine Insel für sich selbst" von John Donne, einem englischen Schriftsteller und Prediger aus dem 17. Jahrhundert oder dem Gedicht "Der Walnussbaum" von Nazim Hikmet. Georg Danzer war mit seinem Lied von der Freiheit vertreten, Mikis Theodorakis mit "Ich bitt' den kleinen Nordwind" und Georges Brassens mit Margot.

In die eigene Vergangenheit als Straßenmusiker führte der Beton-City-Blues, seinen Erzählungen über den Wiederstand gegen das geplante Kernkraftwerk in Wyhl folgte das Lied "Mir sin eifach wieder do". Das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens war genau so Thema eines Gedichts wie das Leid vieler Kinder und Jugendlicher im Kongo, die unter übelsten Bedingungen Coltan für Kondensatoren in Handys abbauen müssen, ein Gedicht übrigens, das Ernesto Cardenal geschrieben hat.

Gemeinsam mit Professor Bottleneck ging es dann nach Amerika, von Woody Guthrie bekamen wir das "Lied von der Gewerkschafterin" oder die inoffizielle amerikanische Hymne "This land ist your land" zu hören, von Bob Dylan "Knocking on heavens door". Viel zu schnell ging der Nachmittag mit Liedern, Gedichten und Geschichten rum, und nicht ohne eine ausgiebige Zugabe entließen die begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer Klaus Grabenhorst und seine Mitmusiker.

   
         
   

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Tag der Offenen Tür am Naturfreundehaus am 03.09.2017

Ein herrlicher Spätsommernachmittag lockte trotz zahlreicher Konkurrenzangebote, die in Düsseldorf und Umgebung stattfanden, etwa 70 Menschen ans Naturfreundehaus, natürlich viele Mitglieder, aber auch viele (Noch-)Nichtmitglieder.

Erfreulich, dass auch viele Familien mit Kindern da waren. Für sie haben wir ein Upcycling angeboten: aus Tetrapacks, Konservendosen, Küchenrollen oder Kronkorken wurden witzige Musikinstrumente und andere Dinge gebastelt. Die Kinder und ihre Eltern ließen ihrer Kreativität freien Lauf und hatten viel Spaß bei dieser Bastelaktion.

Der Industriepfad Gerresheim, bzw. einige Stationen davon, war das Ziel einer Exkursion, die Peter Schulenberg anbot. Anhand der aufgestellten Stelen, aber auch mit einer Reihe weiterer alter Fotos konnte Peter Schulenberg spannend und anschaulich aus der Industriegeschichte Gerresheims und von den Menschen erzählen, die diese Geschichte erlebt haben.

Zur "sportlichen" Betätigung lockten Boule und Teppichcurling, und daneben blieb viel Zeit, gemütlich zusammen zu sitzen, alte Bekannte zu treffen oder neue Menschen kennen zu lernen und gute Gespräche zu führen.

Nicht zu vergessen die leckere Verpflegung: selbstgebackene Kuchen machten den Auftakt, bevor es Nackensteaks und Würstchen (natürlich von einem Bioland-Betrieb) sowie Maiskolben vom Grill gab, mit ebenfalls selbstgemachten Salaten dazu.

   
             
     

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NaturFreunde-LiteraturCafé: Florence Hervé liest aus "Wasserfrauen" am 12.11.2017

Die deutsch-französische Autorin Florence Hervé portraitiert in ihrem Anfang 2017 erschienenen Buch "Wasserfrauen" insgesamt 23 Frauen aus Europa, die in verschiedenster Weise mit dem Wasser verbunden sind: als Arbeitsplatz, als künstlerische Inspiration oder auch als Herausforderung. An diesem Sonntagnachmittag stellte sie uns im Naturfreundehaus in Bild (Fotograf all dieser Bilder ist Thomas A. Schmidt) und Text diese Frauen im Rahmen unseres NaturFreunde-Literaturcafés vor, manche etwas ausführlicher, andere etwas kürzer.

Da ist die Unterwasser-Archäologin Barrie Andrian, die in Loch Tay in Schottland Wohnbehausungen aus der Eisenzeit ausgegraben hat, Giorgia Boscolo, die einzige lizensierte Gondoliera Venedigs oder die Griechin Katerina Koritsa, die eine Wassermühle betreibt. Aber auch Landschaftspflegerin Susanne Gerstner, Stadtplanerin Joline Snel und Juristin Zaki Shubber beschäftigen sich in ihrem Arbeitsleben mit diversen Aspekten des Wassers.

Elisabeth Sobotka, Intendantin der Bregenzer Festspiele oder Beate Gatscha, die eine so genannte Wasserstichorgel konstruiert hat, lassen sich musikalisch vom Wasser inspirieren, während die Fotografin Ester Vonplon das Sterben der Gletscher eindrucksvoll dokumentiert. Und Eisbildhauerinnen stellen jeden Winter erneut unter Beweis, welch filigraner Werkstoff gefrorenes Wasser sein kann.

Sportlerinnen wie die Kajak-Fahrerin Franziska Biechler, die Langstreckenschwimmerin Swann Oberson oder die Fliegenfischerin Solène Le Bourhis-Beyer üben ihre Sportarten auf und im Wasser aus. Und nicht zuletzt war es ein besonderes Anliegen von Florence Hervé, die beiden türkischen Umweltaktivistinnen Akgün Ilhan und Birsen Argun vorzustellen, die sich gemeinsam mit vielen anderen Menschen gegen das Aufstauen des Tigris engagieren, das Menschen vertreiben, Kulturgüter zerstören und dem Irak und dem Iran im wahrsten Sinne das Wasser abgraben würde.

Kurzum - ein sehr gelungener Nachmittag, der uns nicht nur viele interessante Frauen und ihre Beziehung zum Wasser näher brachte, sondern auch aufzeigte, welch verschiedenartige Facetten das Thema Wasser haben kann.

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