Auf einige Angebote aus unserem reichhaltigen Programm möchten wir besonders hinweisen:
Und hier finden sich einige Berichte über besondere Aktivitäten der letzten Zeit.
Ausstellung im Naturfreundehaus Gerresheim
Menschenspuren - Pflanzenspuren, so
heißt der Untertitel der Ausstellung, und er gibt schon einen guten
Vorgeschmack auf das, was die Besucherinnen und Besucher im Untergeschoss des
Naturfreundehauses erwartet. Die beiden ehrenamtlichen Düsseldorfer
Archäologen Gaby und Peter Schulenberg haben gemeinsam mit der
Gruppe Natur- und Heimatkunde der NaturFreunde
Düsseldorf die umfangreiche Sammlung aufgearbeitet, die der 1977
verstorbene Naturfreund Fritz Matthes hinterlassen hat.
Fritz Matthes wurde 1901 in Sachsen geboren, um eine Ausbildungsstelle zu finden, kam er schließlich nach Düsseldorf, wo er eine Optikerlehre begann. Nach dem ersten Weltkrieg wurde er Mitglied bei den NaturFreunden in Düsseldorf, wo er sich außer bei unzähligen Wanderungen in der Gruppe Natur- und Heimatkunde bei Sepp Meyer engagierte. Er war zeit seines Lebens von einer großen Sammelleidenschaft geprägt, und so können wir dank seines Sohnes Horst Matthes und seines Enkels Ralf Matthes viele Fundstücke aus der regionalen Geschichte des Rheinlandes präsentieren.
Die ältesten Fundstücke stammen aus der Alt- und
Mittelsteinzeit, die vor etwa 100.000 Jahren begann und 6.000 vor Christus
endete. Aus dieser Zeit stammt auch das spektakulärste Exponat der
Ausstellung, der Kopf eines Höhlenbären, den Fritz Matthes 1928 in
der Ögerhöhle bei Hohenlimburg fand. Daneben sind aber auch andere
Tierreste zu sehen, so der Backenzahn eines Waldelefanten oder der Unterkiefer
mit Eckzahn eines Höhlenbären. Die handwerklichen Errungenschaften
der damaligen Menschen sind mit 50.000 Jahre alten Faustkeilen aus Feuerstein
sowie Replikaten von Faustkeilen und Schabern aus dem Neandertal vertreten.
In der Jungsteinzeit und Eisenzeit, die im Rheinland bis etwa 500
vor Christus ging, war die Technik bereits wesentlich ausgereifter, und so
können wir in der nächsten Vitrine mehrere polierte Faustkeile,
Feuersteinabschläge sowie mehrere Bruchstücke bronze- und
eisenzeitlicher Keramik bewundern.
Glas und Keramik waren dann die Hauptwerkstoffe für die Gebrauchsgegenstände der römisch-germanischen Zeit, und so zeigt die nächste Vitrine etliche Bruchstücke von Amphoren, Trinkbecher, Schalen aus Terra Sigillata, Öllämpchen, oder Parfüm- und Salbenfläschchen. Außerdem gibt es noch die Nachbildungen verschiedener Beiltypen aus der Bronzezeit in dieser Vitrine zu sehen.
Auch einige Fundstücke aus der Neuzeit hat Fritz
Matthes im Laufe seiner Sammlertätigkeit gefunden, und so können wir
beispielsweise eine erstaunlich gut erhaltene flache Keramikschüssel von
1882 oder diverse Trichterhalsbecher und -vasen aus dem 15. Jahrhundert
präsentieren.
Was aber wird man dereinst aus unserer Zeit finden, um die Tätigkeiten der heutigen Menschen beurteilen zu können? Dieser Frage stellt sich der letzte Abschnitt des Teils "Menschenspuren".
Der zweite Teil der Ausstellung - Pflanzenspuren - greift nicht auf die Sammlung von Fritz Matthes zurück, sondern stellt sich der Frage, welche Nutzpflanzen zu den Zeiten unserer Vorfahren die wesentliche Rolle spielten. Eine mit Bildern und heutigen Pflanzenteilen anschaulich gemachte Überblickstafel zeigt, ab wann welche Nutzpflanzen im Rheinland erstmals nachgewiesen werden konnten - von den Pflanzen, die man bereits vor mehr als 10.000 Jahren kannte bis zu Neuankömmlingen, die erst mit der "Entdeckung" von Amerika oder noch später zu uns gelangten. Einige Zeichnungen mit erklärenden Texten stellen darüber hinaus die Kulturlandschaft des Rheinlands im Wandel der Zeit dar, von der Steinzeit über die römisch-germanische Zeit bis ins Mittelalter und die Neuzeit.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Naturfreundehauses zu betrachten, für Gruppen können auf Anfrage auch Führungen angeboten werden.
Natura Trail "Rotthäuser und Hubbelrather Bachtal"
Immer mal wieder ab dem Naturfreundehaus Gerresheim, der nächste Termin ist Sonntag, 21.11.2010

Die Natura Trails, das Wandern auf den Spuren der europäischen
Naturschätze, sind die Antwort der NaturFreunde auf die Initiative "Natura
2000" der Europäischen Union. Die EU will mit "Natura 2000" ein Netzwerk
von Schutzgebieten gemeinschaftlicher Bedeutung schaffen. Die von den
NaturFreunden in ganz Europa erarbeiteten Natura Trails sollen dazu beitragen,
dem Wanderer die ökologische Bedeutung des Gebietes, das er durchwandert,
erleben zu lassen und bewusst zu machen. Natura Trails führen auf
bestehenden Wegen durch für eine sanfte Freizeitnutzung besonders
geeignete Natura 2000-Gebiete und stärken das Bewusstsein und
Verständnis für den Schutz von charakteristischen Tieren, Pflanzen
und Lebensräumen.
Als erstes Natura-2000-Gebiet
in Düsseldorf wollen wir das Rotthäuser Bachtal auf einem Natura
Trail erwandern. Das Hubbelrather Bachtal, durch das uns der Rückweg
führt, ist zwar nicht als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen, steht aber seit
1989 ebenfalls als Naturschutzgebiet unter besonderem Schutz.
In einem Prospekt wollen wir die Wanderinnen und Wanderer nicht nur auf den richtigen Weg durch die beiden sehenswerten Bachtäler schicken, sondern ihnen auch die Besonderheiten näher bringen, die es links und rechts des Weges zu sehen gibt. Verschiedene Biotoptypen, die die beiden Täler und ihre Umgebung prägen und die wir durchwandern, sind genau so beschrieben wie typische Pflanzen und Tiere und geschichtliche und kulturelle Hintergründe.
Los geht die Wanderung nach einer kurzen Einführung über
die Hänge zwischen Naturfreundehaus und Gerresheimer Friedhof, die von
Hainsimsen-Buchenwäldern geprägt sind, bevor wir dann bergab in das
Rotthäuser Bachtal gelangen. Diesem folgen wir ziemlich lange
bachaufwärts, müssen allerdings beim Gut Papendelle, nachdem wir
zwischen zwei Teichen durchgegangen sind, das Tal verlassen und durch
Ilexwälder bis zum Kaisershaus. Von dort geht es langsam wieder hinab ins
Tal.
Wenn nicht gerade
ausgeprägte Trockenheit herrscht, kommen wir nach den aufgegebenen
Fischteichen auf relativ schlammige Pfade, von daher ist gutes Schuhwerk zu
empfehlen. Am Ende des Tals gehen wir rechts den Hang hoch, um beim Torhaus des
Gutes Mydlinghoven ins Hubbelrather Bachtal hinab zu steigen. Durch Alleen,
vorbei an Riesen-Schachtelhalmen und Rohrkolbengewächsen führt uns
der Weg bis kurz vor Erkrath, wo wir wieder die Hubbelrather Straße
queren, um zum Naturfreundehaus zurückzukehren.
Da aber auch beim Wandern nichts über das gemeinschaftliche Erleben geht, werden wir die von uns beschriebene Tour immer mal wieder gemeinsam erwandern, der nächste Termin ist im April geplant. Bei Bedarf ist auch eine Abküzung der etwa 3- bis 4-stündigen Tour durchaus möglich. In jedem Fall werden die Wanderführer immer wieder Halt machen, wenn es etwas Besonderes vorzustellen gibt, und entsprechende Hintergrundinformationen geben.
Denn das Rotthäuser und Hubbelrather Bachtal sind zu allen Jahreszeiten schön und lohnen, gemeinsam entdeckt zu werden - den Naturschätzen Nordrhein-Westfalens auf der Spur.
Sonntag, 19. September 2010
Leider muss diese Tour ausfallen.
Die NaturFreunde Deutschlands versuchen seit Jahren,
die Öffentlichkeit für mehr Schutz für das Wasser zu gewinnen.
Deshalb zeichnen sie seit einigen Jahren zusammen mit dem Deutschen
Anglerverband die Flusslandschaft des Jahres aus. Für die Jahre 2010 und
2011 fällt diese Auszeichnung auf die Emscher. Der Grund ist einleuchtend
und überzeugend: Die Emscher soll wieder zu einem blauen Fluss werden. So
wurde es 1991 von den anliegenden Ruhgebietsgemeinden, der regionalen
Wirtschaft und dem Land Nordrhein-Westfalen beschlossen.
Durch Kohleabbau und Stahlproduktion in der Zeit der
Industrialisierung wurde die Emscher zu einer industriellen Kloake, voll von
Fäkalien, Schwermetallen und Chemikalien. Bei Hochwasser
überspülte der Fluss die Siedlungen, die Folgen waren Seuchen wie
Typhus und Cholera. Deshalb hatte die 1899 gegründete
Emschergenossenschaft den Fluss drei Meter tiefer gelegt und in Betonrinnen
gefasst. Der Fluss wurde um fast 30 Kilometer verkürzt, kontrolliert durch
21 Kläranlagen. Verrohrt und begradigt, beschleunigt und tiefer gelegt -
das war damals ein Fortschritt, für den allerdings ein hoher
ökologischer Preis gezahlt wurde. Die nun angestrebte Renaturierung ist
ein sehr ehrgeiziges Projekt, für das bis zum Jahr 2020 rund 4,4
Milliarden Euro aufgebracht werden müssen.
Im Rahmen einer einer Bustour am Sonntag, 19. September wollen wir einen Eindruck vom derzeitigen der Emscher und ihrer Nebenflüsse gewinnen. Und wie ließe sich das besser machen als auf einer kleinen Wanderung: etwa zwei Stunden werden wir vom Naturfreundehaus Bottrop aus anschauen, wie Bergbau und Industrie die Landschaft des Gebietes an Emscher und Ruhr geprägt haben. Die ehemalige Zechenbahn Haniel-Jacobi, der renaturierte Elpenbach, die St.-Antony-Hütte, die erste Eisenhütte des Reviers, oder das zu einem Volks-Golfplatz umgebaute Gelände der früheren Zeche Jacobi sind neben typischen Arbeitersiedlungen einige Punkte, die uns das Revier einst und jetzt näher bringen.
Zum Mittag werden wir uns im Naturfreundehaus Bottrop mit einem frischen Gemüseeintopf (mit oder ohne Wurst, je nach Wunsch) stärken, bevor wir uns der Ruhr zuwenden: unser Ziel am Nachmittag wird das neue Ruhr Museum in der Zeche Zollverein sein.
Das Ruhr Museum ist kein Industriemuseum, sondern ein Regionalmuseum
neuen Typs. Es ist das historische Gedächtnis und Schaufenster des
Ruhrgebiets, des größten Ballungsraumes Europas mit über
fünf Millionen Menschen. Das Ruhr Museum vereint verschiedene Museumstypen
wie das Naturkunde-, das Archäologische und das Geschichtsmuseum unter
einem Dach. Diese drei Sparten werden aber nicht gesondert präsentiert,
wie es die drei Ausstellungsetagen der ehemaligen Kohlenwäsche nahegelegt
hätten. Die Ausstellungsarchitektur komponiert die Inhalte und Themen der
Ausstellung in die vorgefundene Raumstruktur hinein: In einem integrativen
Konzept, das die Natur- und Kulturgeschichte miteinander verbindet, zeigt sie
die gesamte Geschichte des Ruhrgebiets von der Entstehung der Kohle vor
über 300 Millionen Jahren bis zum heutigen Strukturwandel hin zur
Metropole Ruhr. Die drei Ausstellungsebenen sind dabei den Kategorien
Gegenwart, Gedächtnis und Geschichte zugeordnet.
Der Museumsparcours beginnt in der Gegenwart. Denn das Ruhrgebiet ist eine Region, die zuerst erklärt und verständlich gemacht werden muss. Es hat weder natürliche noch politische Grenzen, ist kein Naturraum und keine Verwaltungseinheit. Es zerfällt in unterschiedliche Landschaften und weist ganz verschiedene, sich teilweise widersprechende Besonderheiten auf. Die Ausstellung zeigt die Bilder und Vorstellungen vom Ruhrgebiet, die Mythen und Klischees, die heute sichtbaren Phänomene und die ihm zugrunde liegenden Strukturen. Und sie erzählt von den grundlegenden Erfahrungen und Erinnerungen der Bevölkerung im Ruhrgebiet, aber auch von den Spuren, welche die Erdgeschichte über Jahrmillionen im Revier hinterlassen hat.
Die 12-Meter-Ebene der Kohlenwäsche ist der vorindustriellen
Geschichte des Ruhrgebiets gewidmet. Die Ausstellung zeigt eine Reihe ihrer
wertvollsten Hinterlassenschaften, die größtenteils von bedeutenden
Museen und Leihgebern aus der ganzen Ruhrregion stammen. Die Kulturgüter
aus den vorindustriellen Epochen spielen neben der Industrialisierung eine
wichtige Rolle bei der Identitätsbildung des Ruhrgebiets. Darüber
hinaus repräsentieren die Ausstellungsräume mit geologischen,
archäologischen und ethnologischen Exponaten drei der ältesten
Sammlungen des Ruhr Museums.
Die Geschichte des Ruhrgebiets beginnt mit der Industrialisierung vor über 200 Jahren. Sie verwandelte die ehemalige Agrarlandschaft in die größte Montanregion Europas und danach in einen modernen Wirtschafts- und Dienstleistungsraum, die Metropole Ruhr. Diesen gewaltigen Umwälzungsprozess zeigt das Ruhr Museum auf der untersten Etage der Kohlenwäsche. Auf einen erdgeschichtlichen Prolog über die Entstehung der Kohle vor 300 Millionen Jahren folgt der dramatische Prozess der Industrialisierung mit den Anfängen im 18. Jahrhundert, den Durchbrüchen zur Verhüttung von Erzen, dem Höhepunkt in der Hochindustrialisierung, den Zerstörungen in den zwei Weltkriegen und dem anschließenden Wiederaufbau bis hin zum noch andauernden Strukturwandel. Ein Epilog zieht Bilanz und versucht einen Ausblick am Ende des Zeitalters des Verbrauchs fossiler Energie.
Es gibt also viel zu entdecken in diesem Museum, auf eigene Faust oder auch mit einer Führung, die wir bei genügend Nachfrage organisieren können.
Wir fahren am 19. September um 8.30 Uhr am Busbahnhof Düsseldorf in der Worringer Straße los, Rückkehr ist gegen 18.30 Uhr. Die Kosten für die Fahrt betragen 25 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Darin enthalten sind die Fahrt, das Mittagessen und der Eintritt ins Ruhrmuseum. Für eine Führung wären nochmals 3 Euro zusätzlich zu zahlen. Zur Teilnahme an der Fahrt ist unbedingt eine Anmeldung erforderlich.
Leider muss diese Tour ausfallen.
Tatjana Kuschtewskaja liest aus "Sibirienreise - die Lena"
Sonntag, 10. Oktober 2010 um 11.00 Uhr im Naturfreundehaus Gerresheim
Vom Baikal bis zum Eismeer - Geschichte und Geschichten
entlang dem großen sibirischen Fluß präsentiert die seit 20
Jahren in Essen lebende russische Schriftstellerin Tatjana Kuschtewskaja im
nächsten NaturFreunde-LiteraturCafé.
Die Jakuten haben recht, wenn sie sagen: Nur an der Lena wirst
du ganz du selbst! Ich bin ein wahres Glückskind - so schreibt
Tatjana Kuschtewskaja - denn es war mir im Leben vergönnt, mein
gelobtes Land auf unserem Erdball zu finden. An seinem
mächtigsten und schönsten Fluß, der Lena, einem von 23.000
großen und kleineren Flüssen, habe ich acht Jahre gelebt. Mein
gelobtes Land liegt - um eine alte russische Redensart zu verwenden
- hinter drei mal neun Erden, und obwohl seine geographischen
Koordinaten seit dem vorigen Jahrhundert genauestens bekannt sind und uns alle
modernen Fortbewegungsmittel zur Verfügung stehen, ist es durchaus nicht
jedermann zugänglich. Auf der Karte Rußlands bildet es im Nordosten
einen ausgedehnten Fleck, der von Süd nach Nord 2.500 und von West nach
Ost 2.000 Kilometer misst. Dieses Land, allgemein Jakutien, von den Jakuten
selbst aber Sacha genannt, umfasst ein Gebiet von drei Millionen
Quadratkilometern. Naturforscher haben der mächtigen Lena viele
Bücher gewidmet, doch kein einziges kann das Erlebnis einer Reise auf ihr
ersetzen.
Und so erzählt Tatjana Kuschtewskaja nicht nur aus eigenen Erlebnissen auf ihrer Reise entlang des Flusses, sondern garniert den Vortrag mit Märchen und Mythen der Jakuten, mit geografischen und historischen Hintergrundinformationen und natürlich mit eindrucksvollen Bildern dieser vom Fluss und seinem Rhythmus geprägten Landschaft.
Der Vortrag beginnt um 11.00 Uhr im Naturfreundehaus Gerresheim, Einlass ist ab 10.00 Uhr.
Der Eintritt beträgt 2 Euro, Karten gibt es nur an der Tageskasse.
Der Sonntag fängt gut an... - Gemeinsam frühstücken, gemeinsam wandern
Sonntag, 31.10.2010 ab 10.00 Uhr im Naturfreundehaus Gerresheim
Den Sonntag einmal anders beginnen - diese Möglichkeit bieten wir
nach dem großen Zuspruch im Juli am 31. Oktobernoch einmal an: ab 10.00
Uhr wollen wir zunächst gemeinsam in geselliger Runde im
Naturfreundehaus frühstücken. Neben frischen Brötchen,
Marmelade, Käse und Wurst gibt es auch Kaffee, Tee und Orangensaft. Und
das zu familienfreundlichen 5 Euro pro Person.
Denn wir möchten besonders Familien motivieren, beim
gemeinsamen Frühstück miteinander ins Gespräch zu kommen,
während die Kinder die Möglichkeit haben, am Naturfreundehaus
ungestört zu spielen.
Derart gestärkt, wollen wir dann gegen 11.30 Uhr gemeinsam zu einer kleinen Wanderung rund ums Naturfreundehaus aufbrechen. Auf dieser etwa 1,5- bis 2-stündigen Tour geht es aber nicht um möglichst viele Kilometer. Vielmehr wollen wir - wie es bei uns Naturfreunden üblich ist - auch auf die kleinen Dinge am Wegesrand achten, Pflanzen und auch Tiere intensiv beobachten. Oder auch einfach die Natur auf uns wirken lassen und sie genießen. Und natürlich dürfen auch gerne die am Frühstückstisch begonnenen Gespräche fortgeführt werden.
Zur besseren Planung bitten wir um eine vorherige Anmeldung.
Hanns Kralik: Düsseldorfer Grafiker, Maler und Antifaschist
Vortrag von Klaus Stein am Samstag, 20. November um 15.00 Uhr im Naturfreundehaus Gerresheim
Der Bergarbeitersohn (1900-1971) aus Moers hat in
Krefeld und an der Düsseldorfer Kunstakademie Grafik studiert, war aber
noch als Jugendlicher neben seinem Studium als Bergmann tätig. Er wurde
Mitglied der Düsseldorfer Asso, der Assoziation revolutionärer
bildender Künstler. Schon im März 1933 verhaftet, kam Kralik ins KZ
Börgermoor, wo er die bekannte Zeichnung zu dem Lied "Die Morrsoldaten" zu
Papier brachte. Kralik konnte mit seiner Frau Lya im Dezember 1934 über
Holland nach Paris fliehen. In Frankreich organisierte er sich im Widerstand
gegen die faschistische Besatzung.
Wieder zurück in Düsseldorf, beteiligte er sich ab Juli 1945 am Wiederaufbau. Er war der erste Kulturdezernent der Stadt nach dem Krieg und sorgte für die Wiederbelebung des Düsseldorfer demokratischen Kulturlebens.
Auf der Grundlage des sogenannten Adenauer-Erlasses indessen wurde er schon Ende 1950 aus dem Amt entlassen. Bis zu seinem Tod im Mai 1971 hat er noch zahlreiche Werke schaffen können.
Der größte Teil seiner Arbeiten aus der Zeit vor 1945 aber ist vernichtet oder verloren.
Klaus Stein stellt uns Hanns Kralik und seine Werke am Samstag, 20. November im Naturfreundehaus Gerresheim vor.
Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr, Einlass ist ab 14.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Vortrag von Hanna Eggerath: "Mühlen an der Düssel"
Freitag, 3. Dezember um 19.30 Uhr im Naturfreundehaus Gerresheim
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es an der Düssel 23 Mühlen. Heute arbeitet keine dieser Wassermühlen mehr. Aber an vielen Standorten sind die Mühlengebäude erhalten und an einigen dreht sich heute noch das Mühlrad allerdings nur noch als Touristenattraktion. Die Geschichte unserer Mühlen ist sehr spannend und es lohnt sich, sie zu erkunden.
Die Hundsklipper Walkmühle im
Neandertal beispielsweise hat die Kraft des Düsselwassers nicht nur
für die Bearbeitung von Tuchen zu Filz genutzt, sondern später auch
zum Schleifen des Neandertaler Marmors.
Die Geschichte der Winkelsmühle dokumentiert die ökonomisch wichtige Stellung als Kornmühle, aber auch den Mühlenzwang und damit die Zwangslage der Bauern und die Gewinnsucht der Landesherren.
Besucht man die Stippelsmühle, so erkennt man sogleich ihre Besonderheit. Sie ist die erste Mühle am Düsselbach nach der Quelle. Wassermangel in der Sommerzeit war für sie ein großes Problem.
Auf der Düsseler Mühle lebte Gris-Micken. Sie wurde als Hexe verbrannt, denn es war ihre Schuld, wenn das Wasser nicht ausreichte, um das Mühlrad anzutreiben.
Bei der Brückermühle dagegen schwebten ungestraft in den Novembernebeln bei Mondschein weiße Gestalten lautlos die Wege entlang.
Berichtet wird auch von der malerischen Rohrsmühle am Eselsbach, der Mahnertmühle am Mahnerter Bach und von der stattlichen Dammermühle an der Düssel in der Nähe des Naturfreundehauses Gerresheim.
Es gibt also viel zu erzählen...
Die Erkrather Heimatforscherin Hanna Eggerath wird uns am Freitag, 3. Dezember im Naturfreundehaus Gerresheim diese Geschichten in einem Vortrag, garniert mit historischen und aktuellen Bildern, näher bringen.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.
| Home | Selbstdarstellung | Geschichte | Naturfreundehaus | Highlights | Berichte | Positionen | Nachhaltigkeit |
| Gruppen | Wanderungen | Wandervorschläge | Mitglied werden | Links | Mail | Impressum |